Liederabend mit Franz Schuberts "Die schöne Müllerin"

Liederabend mit Franz Schuberts "Die schöne Müllerin"

Liederabend mit Franz Schuberts "Die schöne Müllerin"

Sonntag, 31. August 2025, 19:30 Uhr
Gemeindesaal 1 (Eingang Gemeindehaus hinten neben der Kita), Elsa-Brändström-Straße 36, 13189 Berlin
Michael Geisler (Bariton) und Sung-Rim Park (Klavier)
Der Eintritt ist frei, wir freuen uns über eine Spende am Ausgang.

Klänge in Hoffnung

Liederabend

Sonntag, 31. August 2025, 19:30 Uhr

Gemeindesaal Hoffnungskirche Pankow

Elsa-Brändström-Str. 36, 13189 Berlin

Franz Schubert

Die schöne Müllerin

In seinem Liederzyklus „Die schöne Müllerin“ (op. 25, D 795) vertonte Franz Schubert (1797 – 1828) im Jahre 1823 Gedichte aus der gleichnamigen Sammlung des Dichters Wilhelm Müller.

Die romantische, doch tragische Liebesgeschichte eines jungen Müllergesellen auf Wanderschaft wir in einem breiten musikalischen Spektrum nachgezeichnet. Die unerfüllte Liebe zur Tochter seines Meisters nimmt seinen Lauf, wie der Bach, der ihm der einzige, treue aber auch verhängnisvolle Begleiter ist…

In Liedern von freudigem Überschwang und drängender Lust, über verzagte Wehmut, ohnmächtigen Zorn und Todessehnsucht können wir Anteil an der Geschichte und den Gefühlen dieses reisenden Gesellen des 19. Jahrhunderts nehmen.

Schuberts „Die schöne Müllerin“ ist der erste erzählende Liederzyklus und ein Schlüsselwerk der Romantik. Schubert hatte damit ein neues Genre geschaffen, das für spätere Komponisten zum Maßstab ihres eigenen Liedschaffens werden sollte. Das Werk zählt neben der „Winterreise“ zu den Höhepunkten der Gattungen Liederzyklus und Kunstlied.

Michael Geisler (Bariton) und Sung-Rim Park (Klavier)

Der Eintritt ist frei, wir bitten um eine Spende am Ausgang.

Wegen der begrenzten Platzkapazität empfehlen wir eine (unverbindliche) Reservierung unter

https://forms.churchdesk.com/f/8Au3GBMS3y

Den Gemeindesaal finden Sie im Seitenflügel (über den Hof) des Gemeindehauses (Elsa-Brändström-Str. 36, 13189 Berlin, dort im ersten Stock rechts.

Leider ist der Zugang nicht barrierefrei (Zwei Treppen).

Franz Schubert wird am 31. Januar 1797 als Sohn eines Vorstadtlehrers in Wien geboren. Ersten Geigen- und Klavierunterricht erhält er von seinem Vater, später findet er im Hofkapellmeister Antonio Salieri einen Förderer und Lehrer. Bis 1817 ist Schubert als Hilfslehrer an der Schule seines Vaters beschäftigt, danach ist er als freier Komponist in Wien tätig. Ohne feste Anstellung, um die er sich jedoch zeitlebens bemüht, lebt er in bescheidenen Verhältnissen. Der Freundeskreis, der sich um Franz Schubert bildet und ihn auch finanziell unterstützt, trifft sich zur Beschäftigung mit Kunst, Literatur und Musik zu den so genannten „Schubertiaden“.

Mit über 600 Kompositionen ist das Lied die zentrale Gattung in Schuberts Schaffensprozess und Werdegang und erreicht durch ihn ein neues künstlerisches Niveau. 1827 entsteht Schuberts Liederzyklus "Die Winterreise", die Vertonung des Gedichtzyklus von Wilhelm Müller.

Am 19. November 1828 stirbt Schubert wahrscheinlich an den Folgen einer Typhusinfektion.

"Ich werde euch einen Zyklus schauerlicher Lieder vorsingen. Ich bin begierig zu sehen, was ihr dazu sagt. Sie haben mich mehr angegriffen, als dies bei anderen der Fall war. Mir gefallen diese Lieder mehr als alle, und sie werden euch auch noch gefallen." (Franz Schubert)

Wilhelm Müller wurde am 7. Oktober 1794 in Dessau geboren. Da seine fünf älteren Geschwister früh verstarben, wurde er mit besonders großer Zuwendung erzogen. Im elften Lebensjahr verlor er seine Mutter.

Für seine philologischen und geschichtlichen Studien besuchte er ab 1812 die Universität Berlin. 1813 unterbrach er für etwa ein Jahr sein Studium, um als Freiwilliger das preußische Heer im Befreiungskrieg gegen Napoleon zu unterstützen. Nachdem er zurückgekehrt war, trat er der „Berlinischen Gesellschaft für deutsche Sprache“ bei und es erschienen erste dichterische Werke von ihm. Zu dieser Zeit war er unglücklich in die Dichterin Luise Hensel verliebt.

Nach Beendigung seines Studiums im Jahr 1817 begab sich Wilhelm Müller im Auftrag der Berliner Akademie auf eine Bildungsreise nach Italien. Im Spätherbst 1818 kehrte er in seine Heimatstadt Dessau zurück, wo er die Arbeit als Gymnasiallehrer für Geschichte, Latein und Griechisch sowie als herzoglicher Bibliothekar aufnahm. Im Jahr 1821 heiratete er Adelheid von Basedow, die Tochter des damaligen Dessauer Regierungsrats; das Paar hatte zwei gemeinsame Kinder.

Infolge einer Infektion an Keuchhusten begab sich Müller ab 1826 mehrmals auf Erholungsreisen, verstarb jedoch am 30. September 1827 an den Folgen eines Schlaganfalls in Dessau.

Wilhelm Müller wurde als deutscher Dichter von zahlreichen Komponisten hoch geschätzt, seine Dichtungen wurden zahlreich vertont und gingen zum großen Teil in das deutsche Volksliedgut ein.

Michael Geisler (Bariton)

Geboren und aufgewachsen ist der Bariton Michael Geisler im nord-östlichen Umland von Berlin. Er absolvierte zunächst ein Kirchenmusikstudium in Görlitz. Daran schloss sich das Studium der Gesangspädagogik an der UdK Berlin, zuletzt bei Anna Korondi, an.

Von 2012 bis 2024 studierte Michael Geisler im privaten Rahmen weiter Gesang bei dem Bariton Prof. Siegfried Lorenz. Prägend sind für ihn zudem Sommerkurse bei der spanischen Sopranistin Beatriz Lafont Murcia im Bereich der Alten Musik. Seit 2007 ist er als Kantor an der Hoffnungskirchengemeinde Berlin-Pankow und in der Kirchengemeinde Rosenthal-Wilhelmsruh tätig.

Seine besondere Liebe gilt dem Liedgesang und der Alten Musik, in diesem Rahmen erarbeitet er regelmäßig Programme. Dabei kamen u.a. berühmte Liederzyklen wie z.B. „Die Winterreise“, „Die schöne Müllerin“, „Dichterliebe“ zur Aufführung. 

Sung-Rim Park (Klavier)

Sung-Rim Park wurde in Seoul/Süd-Korea geboren. Sie studierte zunächst an der Yonsei-Universität in Seoul Kirchenmusik mit Hauptfach Orgel. Ab dem Jahr 2000 setzte sie ihr Orgelstudium in Leipzig fort und absolvierte 2003 ihr Diplom. Von 2004 bis 2009 studierte sie Ev. Kirchenmusik B in Detmold und von 2010 bis 2013 Ev. Kirchenmusik A in Hannover.

Sie war als Kirchenmusikerin in Syke, Eibenstock, Vetschau und Angermünde tätig.

Ihre Vorliebe für die sächsische Kirchenmusik und die sächsischen Orgeln führte sie nach Olbernhau (Erzgebirge), wo sie seit Oktober 2022 als Kirchenmusikerin tätig ist.

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