Kirchenbau

Die Kirche ist in den Jahren 1912 und 1913 errichtet worden.

Von außen treten die Merkmale des Jugendstils erst nach eingehender Betrachtung zu Tage: die dominierende Senkrechte des Turmes, die pagodenförmige Dachkonstruktion an der Süd- und Nordseite, die Säulenimitate zwischen den Fenstern und die von starker Bewegung geprägten Figurengruppen auf der Attika des Hauptportals. Der Turm wurde von dem Architekten, Regierungsbaumeister Walter Köppen, in Anlehnung an die Garnisonskirche in Potsdam entworfen. Der Putzbau sollte sich nachdrücklich von den neugotischen Klinkerbauten in Berlin unterscheiden.

Im Inneren können die Besucherin und der Besucher die unverwechselbare Formensprache und Farbgebung wahrnehmen. Die Eingänge haben grelle Farben - der wichtigste ist in violett gehalten. Dazu kontrastieren dann die "Mondlichtfarben" im Kircheninneren: rosé, fliederfarben, stuckfarben, lichtgrau. Diese wiederum stehen in einem farblichen Dialog mit schwarzen Vertikalen, in denen sich kunstvolle Grisaille-Malereien befinden und der königsblauen Altarwand mit einem Sternenhimmel.

Das wichtige Motiv des Jugendstils, die alles beherrschende Frau, erscheint sakral abgewandelt in vielen Engelsgestalten der Kirche wieder. Wie die beiden Portalengel draußen, die den segnenden Christus umrahmen, aus Sandstein gefertigt sind, sind auch innen Engel aus Stein gestaltet. Die meisten der insgesamt 36 Engel sind allerdings in zum Teil sehr aufwändigen Techniken gemalt. Der Grundriss der Kirche hat die Form eines gleichseitigen Kreuzes. Auf diese Weise entsteht innen ein Kuppelraum. Er bildet künstlerisch den Kosmos ab, der die Gemeinde vereint und zusammenschließt. So entsteht besonders bei gut besuchten Gottesdiensten ein besonders Gefühl der Verbundenheit untereinander.

Die Hoffnungskirche findet sich als Repräsentantin des 20. Jahrhunderts in der Bilddokumentation der Deutschen Stiftung für Denkmalschutz "Geschichte des Christentums" aus dem Jahr 2003. Hier erscheint sie neben einer Synagoge aus Görlitz als großes Förderobjekt der Stiftung. Die Aufnahme in den Band an hervorgehobener Stelle unterstreicht den hohen Denkmalwert der Kirche.

("Die Geschichte des Christentums." 24,50 EUR,. Faltbuchtbuch, Best.-Nr. RC 002. Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Koblenzer Straße 75, 53177 Bonn. Tel.: 0228-95735-0, Fax: 0228-95735-28, E-Mail: shop@denkmalschutz.de)

Ansichten

Der Blick von außen
Der Blick von innen
Das Lila im Eingang

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